Das machen wir gemeinsam

24. Juli 2021
Meschede
Wort zum Sonntag

Das Motto der diesjährigen Caritas-Jahreskampagne lautet: #DasMachenWirGemeinsam. Ausgangslage dafür war die Corona-Pandemie, in der wir mehr denn je lernen und begreifen mussten, dass nur gemeinsames Handeln, Durchhalten und auch Zurückstecken zu mehr Normalität führen kann. Corona zeigt es jeden Tag aufs Neue: Wo sich Menschen gegenseitig unterstützen und gemeinsam nach Lösungen suchen, wird die Pandemie zurückgedrängt.

Je mehr ich jedoch darüber nachdenke, desto wichtiger scheint es mir, dass dieses Jahresmotto vielleicht sogar ein Lebensmotto für uns sein sollte. Wir stehen an einem Punkt, an dem wir entscheiden müssen wie unsere Zukunft aussehen soll. Die Hochwasserlage der vergangenen Woche hat nochmal mehr als deutlich gemacht, wie dringend wir uns der Klimathematik widmen müssen. Es ist nicht mehr „bald“ notwendig zu handeln, sondern jetzt. Und das gemeinsam.

So wie die Menschen sich gerade mit den Flutopfern solidarisieren, so wie wir uns während der Pandemie für die Versorgung von Menschen nach Tafelschließungen oder Arbeitsplatzverlusten eingesetzt haben, so müssen wir mit uns, unseren Mitmenschen und der Umwelt immer umgehen. Zu jedem Zeitpunkt, auch wenn mal wieder ruhigere Zeiten anstehen. Aufhören ist keine Option. Unser Handeln darf nicht von Extremsituationen bestimmt sein, sondern muss Teil unseres inneren Wertesystems werden.

Wo stehen wir nach dem Corona-Jahr 2021? Wo stehen wir nach immer stärker werdenden Wetterereignissen? Was haben wir gelernt? Was muss sich ändern und was kann jede und jeder Einzelne tun? Das sind Fragen, die wir uns Tag für Tag stellen müssen.

Jennifer Klagges, Koordinatorin für Caritasarbeit im Caritas-Verband Meschede