Wort zum Sonntag

Was fehlt, wenn Gott fehlt?

Monika Winzenick

3. Mai 2020: So lautete vor 3 Jahren das Motto der Walburga-Woche in Wormbach. Wir hatten uns damals gefragt, ob uns  Dinge, die in unserem Leben scheinbar selbstverständlich sind, fehlen, wenn sie nicht mehr da sind. Durch die Corona-Pandemie stehen wir vor genau dieser Frage: Was fehlt, wenn ich nicht mehr shoppen gehen, in Urlaub fahren, Fußballspielen, Schützenfest feiern oder zum Gottesdienst gehen kann? Ja sogar zu Freunden und Großeltern auf Abstand gehen muss.

An diesem Wochenende hätten wir die Walburga-Woche im Wormbach feierlich eröffnet, aber leider mussten wir auch hier eine Absage erteilen. Aber vielleicht kann uns die Heilige Walburga für unser Leben heute Vorbild sein. Walburga lebte im 8. Jahrhundert an einem englischen Königshof, bevor sie die Überfahrt in das damalige noch vorwiegend heidnische Germanien wagte. Ihr Leben wurde nicht durch eine Pandemie auf den Kopf gestellt, aber sie änderte ihr Leben radikal, weil sie einen Gott erfahren hatte, der die Menschen liebt. Deshalb ging sie zu den Menschen, um ihnen in Krankheit und Sterben beizustehen. Sie erzählte von Gott und selbst wenn sie angefeindet wurde, zog sie ihre Kraft aus ihrem Glauben und konnte so Licht für die dunkle Welt sein. Darin ist sie uns Vorbild.

Was gibt Ihnen in der Corona-Pandemie Ihre Kraft? Was lässt Sie in dieser Zeit nicht verzweifeln? Was oder wer ist für Sie wie ein Licht in der Dunkelheit? Viele neue Wege haben sich im letzten Monat schon aufgetan. Haben Sie auch den Mut, in der Familie gemeinsam zu beten und von Gott zu erzählen! Wenn Sie alleine sind, finden Sie vielleicht einen neuen Tagesrhythmus. Ich wünsche Ihnen, dass Sie diese Kraftquelle Gott, aus der auch die Heilige Walburga Kraft schöpfte, in Ihrem Leben (neu) entdecken.

Monika Winzenick, Schmallenberg, Gemeindereferentin im Pastoralverbund Schmallenberg-Eslohe