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Tagesfahrt „Auf den Spuren unseres Glaubens”

© travis.nobles (CC BY-NC) in Pfarrbriefservice

“Zwischen Pietismus und paterskatholisch“ mit Besuch von Rheda-Wiedenbrück, Kloster Marienfeld und Gütersloh.

Die diesjährige Studienfahrt des Arbeitskreises Bildung und der kefb Arnsberg am 13. Juli 2019 führt in den Kreis Gütersloh. Die malerische Fachwerkstadt Wiedenbrück, Schloss Rheda, das ehemalige Zisterzienser-Kloster Marienfeld und die Kreisstadt Gütersloh sind die Ziele. Seit über 1200 Jahren ist diese Region vom Christentum geprägt. Wenn die katholischen Gemeinden auch heute zum Erzbistum Paderborn gehören, so war über 1000 Jahre Osnabrück die zuständige Bischofsmetropole.

Der Kreis Gütersloh gehört heute zu einer der wirtschaftlich stärksten Regionen in Deutschland, wichtige weltweit operierende Firmen, von engagierten wie frommen Unternehmerfamilien gegründet, sind hier ansässig: Miele, Bertelsmann, Oetker, Tönnies, Class … .

Doch auch im Mittelalter prägten unternehmenslustige wie fromme Familien diese Region, eine davon waren die Edelherren zur Lippe. Mit dem Bau der kunsthistorisch sehr interessanten doppelgeschossigen Schlosskapelle in Rheda errichteten sie ein romanisches Kleinod. Als Mitbegründer des Zisterzienser-Klosters Marienfeld schufen sie vor 850 Jahren das wichtigste geistige, kulturelle und politische Zentrum in dieser Region. Die eindrucksvolle Klosterkirche, ein eigenwilliger Sakralbau im Übergang von der Romanik zur Gotik errichtet, zeugt von dieser Bedeutung. Ein kleiner Konvent von Mönchen versucht heute, diesen Ort nach über 200 Jahren wieder monastisch zu beleben.

Die vor 500 Jahren einsetzende Reformation hinterließ ebenfalls ihre Spuren. Die Grafschaft Ravensberg wurde zu einem Zentrum des norddeutschen Pietismus. In der lutherisch geprägten prosperierenden Kreisstadt Gütersloh wird uns daher das katholische Leben wie auch das ökumenische Miteinander interessieren. Eine Führung in der neu renovierten Pankratius-Kirche wird dies unterstreichen.

Ganz anders das südliche Kreisgebiet, das ehemalige Amt Reckenberg, das katholisch geprägt ist. Besonderer Ausdruck findet dies in der Wiedenbrücker Kreuztracht am Karfreitag, organisiert von den dortigen Franziskanern, die auch heute nicht ohne Einfluss sind – man ist in Wiedenbrück eben „paterskatholisch“.  Mit der Feier der Vorabendmesse in der Klosterkirche St. Marien des Franziskanerklosters wird die Studienfahrt abgeschlossen.

Diese Orte lernen die Teilnehmer auf der traditionsreichen Fahrt „Orte des Glaubens“ am Samstag, 13. Juli, kennen.

Die Teilnehmergebühr für Busfahrt und Besichtigungen/Führungen beträgt 44,00 €.

 

Abfahrt ist um

7.10 Uhr ab Schmallenberg/Kirche,

7.15 Uhr ab Gleidorf/Sparkasse, 7.20 Uhr ab Gleidorf/Unterdorf,

7.30 Uhr ab Bad Fredeburg/Sparkasse,

7.45 Uhr ab Bremke/Kirche, 8.00 Uhr ab Meschede/Busbahnhof.

Rückfahrt ab Wiedenbrück ca. 19.00 Uhr.

 

Weitere Informationen finden Sie in diesem  Flyer,  Anmeldung bitte beim Arbeitskreis Bildung im Dekanat Hochsauerland-Mitte, Meschede, unter Tel. 0291-991660.

Ein vorbereitender Vortrag findet am Mittwoch, 26. Juni , um 19.30 Uhr im Gemeinsamen Kirchenzentrum, Kastanienweg 6, Meschede, mit dem Thema „Orte des Glaubens – Kloster Marienfeld und die Bedeutung der Edelherren zur Lippe beim Aufbruch der Gotik in Westfalen“ statt.

Vortrag und Fahrt werden von Herrn Heinz-Georg Büker aus Erwitte geleitet. Der kostenlose Vortrag kann unabhängig von der Teilnahme an der Fahrt besucht werden.