Wort zum Sonntag

Sternschnuppenzeit

Monika Winzenick

Haben Sie schon eine Sternschnuppe gesehen? Der August ist der wohl aktivste Sternschnuppenmonat. Die Sterne haben Menschen schon zu allen Zeiten fasziniert, ob in Ägypten, Mesopotamien (dem heutigen Irak und Iran), Griechenland, China …. Zeiten und Zyklen wurden anhand der Sterne berechnet und vor allem dienten sie der Navigation auf den Weltmeeren. Die immer weiter voranschreitende Technik lässt uns immer neue Geheimnisse des Universums aufdecken und doch bleibt uns vieles verborgen.

Als im 12. und 13. Jahrhundert die vierte Kirche in Wormbach ausgemalt wurde, malten die Grafschafter Mönche die Tierkreiszeichen in die Decke der Kirche. Bis heute gibt es viele Erklärungsversuche, aber den eigentlichen Grund der Grafschafter Mönche kennen wir nicht. Viele Menschen versuchen in den Tierkreiszeichen ihr Schicksal vorherzusehen. Jugendliche haben vor einiger Zeit die Tierkreiszeichen in der Wormbacher Kirche als Navigationshilfe gedeutet. Wenn man die Linie der Tierkreiszeichen verlängert, sieht man im Osten der Kirche Jesus Christus. Jesus ist das Navigationssystem, an dem ich mich als Christ orientieren kann.

Andere Menschen sagen, die Sterne lassen das Licht Gottes in unsere Welt scheinen. Man könnte auch sagen, der Himmel ist wie ein großes Zelt, das Gott ausgespannt hat und unter dem wir uns geborgen wissen können. Als kleiner Mensch stehe ich staunend vor dem großen Universum und dem noch größeren Gott.

Wenn Sie in den nächsten sommerlichen Nächten zum Himmel schauen und vielleicht eine Sternschnuppe entdecken, staunen Sie über die Größe Gottes und lassen Sie sich von Gott in Ihrem Leben leiten.

Monika Winzenick, Gemeindereferentin im Pastoralverbund Schmallenberg-Eslohe