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Schulprojekte in Kooperation mit dem Ambulanten Hospiz- und Palliativpflegedienst des Caritasverbandes Meschede e.V.

Hospiz macht Schule – Projektwoche in Grundschulen 3./4. Klasse

Der Ambulante Hospizdienst und Palliativpflegedienst des Caritasverbandes Meschede e.V. bietet für Grundschulen die Projektwoche „Hospiz macht Schule“ an. Dazu wurden Ehrenamtliche des Hospizdienstes zusätzlich über die Bundes-Hospiz-Akademie gezielt für dieses Projekt geschult.

Die Idee zu dem Projekt kam von der Hospizbewegung Dülmen und 2006/2007 wurde es vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert und mit Pädagogen entwickelt. Seit über 10 Jahren wurde das Projekt schon über 600x mit über 14000 Kindern durchgeführt. Das Thema Sterben und Tod ist im Lehrplan verankert und wird über diese Projektwoche in einer präsenteren, intensiveren Form mit Unterstützung von ausgebildeten Sterbebegleitern in Kleingruppen mit unterschiedlichen kindgerechten Methoden thematisiert.

Leben und Tod gehören zusammen. Kinder werden mit dem Tod indirekt über Medien wie TV, Internet, Computerspiele oder durch direkt durch Todeserlebnisse im persönlichen Umfeld – und sei es das geliebte Haustier- konfrontiert. Das Sterben und der Tod lassen sich nicht aus dem Leben der Kinder ausklammern. In anderen Bereichen wird Kindern auch das Leben erklärt, z.B. im Bereich der Ernährung, Sexualkunde, … und auch der Tod und Trauer sind wichtige Themen, an die Kinder dieser Altersstufe meistens recht unbefangen und offen herangehen.

Die Projektwoche geht über fünf Tage. Jeder Tag hat einen eigenen Themenschwerpunkt. Die Kinder einer Klasse werden in fünf Kleingruppen aufgeteilt und jede Kleingruppe wird die ganze Woche von einer/m Hospizmitarbeiter/in betreut und begleitet. Damit wird eine vertrauensvolle Basis für Gespräche und Äußerungen über Gefühle geschaffen. Zusätzlich ist ein/e Hospizmitarbeiter/in und der/ die Klassenlehrer/in für die Kinder da, falls Einzelgespräche gewünscht werden. Die Tage werden passend zu den Themenschwerpunkten mit verschiedenen Methoden und Medien ausgefüllt: es wird gebastelt, gepflanzt, getanzt, gemalt, Film geguckt, meditiert, ein Arzt/Ärztin steht den Kindern für Fragen zur Verfügung, … und es wird ganz viel gelacht und mal die ein oder andere Träne geweint. Und genau darum geht es in dieser Woche: Die Kinder lernen, dass jedes Gefühl seine Berechtigung hat, das Traurig – Sein und weinen völlig normal sind und es wichtig ist, auch diese Gefühle zuzulassen. Aber auch, das Lachen dazugehört – bei jeder schönen Erinnerung und dass das Lachen Tag für Tag mehr wird nach der Trauer und wie man Trost bekommt und Trost spendet. Die Kinder sollen für ihr Leben im Umgang mit dem Thema Sterben und Tod gestärkt werden und präventiv Bewältigungsmethoden vermittelt bekommen.

 

 

Endlich. – Umgang mit Sterben, Tod und Trauer

Das Projekt Endlich. – Umgang mit Sterben, Tod und Trauer richtet sich an alle weiterführenden Schulformen an die Schüler der Jahrgangsstufen 9 bis 13.

Das Projekt soll Jugendlichen in allen Schulformen eine neue Art der Auseinandersetzung mit dem Thema „Sterben, Tod und Trauer“ ermöglichen. Jugendliche sollen im Gespräch mit Gleichaltrigen darin bestärkt werden, ihren eigenen Wünschen und Bedürfnissen mit guter Selbstfürsorge zu begegnen und sich gleichzeitig auf den Umgang mit Betroffenen ohne Angst einzulassen, also eine grundsätzliche Offenheit für dieses Thema zu erreichen.

Mit professioneller Unterstützung bietet das Projekt Schülerinnen und Schülern Raum, sich mit dem Thema „Sterben, Tod und Trauer“ auseinanderzusetzen.

Der Projektunterricht ist in drei Module aufgeteilt, die unabhängig voneinander durchgeführt werden können. Das Projekt gibt keinen starren Zeitplan vor, sondern die verschiedenen Module können in Form von zusammenhängenden Projekttagen sowie einzelnen Bausteinen durchgeführt werden, welches die Einbindung in den Unterrichtsplan einfacher umsetzen lässt. Genauso kann man nach Bedarf auch nur einzelne Module thematisieren, je nach Interesse oder verfügbarer Zeit.

Das Projekt ist in folgende Module aufgeteilt: 1: Modul: Sterben und Tod, 2. Modul: Trauer, 3. Modul: Suizid.

Um dieses Projekt durchzuführen bilden immer ein Lehrer, Schulseelsorger, Schulsozialarbeiter mit einem Mitarbeiter aus dem Hospizbereich ein Team und führen das Projekt gemeinsam durch. Dazu müssen beide zu diesem Projekt geschult sein.

 

Für weitere Informationen zu den Schulprojekten und/oder der Schulung stehe ich gerne zur Verfügung:

Ambulanter Hospiz- und Palliativpflegedienst der Caritas e.V. 
Steinstraße 30
59872 Meschede
                                                                                                                        
Tel. 0291/9021158

E-Mail: d.jaworek@caritas-meschede.de