Pastoralwerkstatt endet mit dem klaren Bekenntnis zur Veränderung

10. November 2022
Meschede
Leitung des Erzbistums Paderborn zu Gast in Meschede

Mit einem klaren Bekenntnis zur inneren Erneuerung der katholischen Kirche ist die Pastoralwerkstatt in der St. Walburga-Realschule in Meschede zu Ende gegangen. „Wie gestalten wir Veränderung? Was heißt das konkret für unsere pastoralen Räume…“ fragten die Moderatoren Tobias Kleffner, Dekanatsreferent und Ute Völlmecke über 80 hauptamtliche und ehrenamtliche Engagierte aus den vier Dekanaten Hochsauerland Mitte, Hochsauerland-Ost,  und -West sowie dem Dekanat Waldeck.

In den vier Dekanaten leben über 171.000 katholische Christinnen und Christen.  Insgesamt gliedert sich das Erzbistum Paderborn in 19 Dekanate mit 617 Pfarrgemeinden in 108 Seelsorgeeinheiten (Pastoralverbünde und Pfarreien).

Monsignore Dr. Michael Bredeck als Diözesanadministrator und sein ständiger Vertreter, Prälat Thomas Dornseifer, besuchten das Zukunftsforum in Meschede als Leitung des Erzbistums Paderborns bis ein neuer Erzbischof gewählt wird.

Die Pastoralwerkstatt in Meschede ist neben weiteren Veranstaltungen dieses Formats 2022 und 2023 eine weitere wichtige Etappe auf dem Weg zur Reform der Kirche im Erzbistum Paderborn. Sie folgt damit dem eingeschlagenen „Diözesanen Weg für das Erzbistum Paderborn“ dem ein Zukunftsprogramm, das „Zielbild 2030+“ zugrunde liegt. Der zurückgetretene Erzbischof Hans-Josef Becker hatte das Zielbild als Handlungsrahmen für die gemeinsame Gestaltung der kirchlichen Zukunft vorgegeben.

In den Talkrunden und Impulsvorträgen in Meschede, die auch die Krisen der Kirche mit Ihren tiefgreifenden Ab- und Umbrüchen thematisierten, überwog trotz allem eine positive Grund- und Aufbruchsstimmung. So waren sich die Referierenden aus Paderborn Dr. Annegret Meyer, Stefan Lange und Markus Freckmann vom Team Prozessleitung 2030+ einig, dass Lösungen nur gemeinsam in einem offenen Zugehen auf alle Gruppen der Gesellschaft, mit Anpacken und Gottvertrauen gestaltet werden können.

Monsignore Dr. Bredeck und Prälat Dornseifer beteiligten sich an der anregenden Diskussion. Auch wenn die Kirche zukünftig kleiner wird und finanzielle Mittel nicht mehr in dem Maße zur Verfügung stehen, so ändere dies nichts am konkreten Dienst am Menschen, so Dr. Bredeck. Er rief dazu auf, wer Ideen habe, soll sich einbringen, denn im Rahmen des Zielbildes dürfen sich unterschiedliche Dinge ändern. Für Prälat Dornseifer hat die Kirche gerade in der Krise eine Botschaft für alle Menschen, auch wenn viele Schwierigkeiten überwunden werden müssen und ein langer Atem notwendig sei.

Zahlreiche Workshops unter Leitung von unterschiedlichen Fachleuten boten konkrete Anregungen und Lösungen für die Zukunft der Arbeit in den Gemeinden. Neben theologischen Inhalten wie Schöpfungsverantwortung, Vielfalt der Liturgie oder Trainingshandbuch Zielbild 2030+, gab es auch Schwerpunktthemen zu Vernetzung, Sozialraumorientierung oder Qualitätssicherung.

Mit vielen Ideen und Impulsen zu Mehrgenerationenhäusern, Ehrenamtsgewinnung und zu „Kommunikation in den neuen Medien stärken“ und dem Schlusssegen von Dechant Daniel Meiworm vom Dekanat Hochsauerland-West ging die Pastoralwerkstatt in Meschede zu Ende. Statt verkrampft und Dauerkrise kam es in Meschede laut den Schlusskommentaren der Teilnehmenden zu lebendigem Austausch bei guter Stimmung, konkreten Ideen, Fröhlichkeit und „nüchterner“ Ehrlichkeit.

Das Arbeitsmaterial (Präsentationen, Arbeitsblätter usw.) der Workshops ist unter dem nachstehenden Link einzusehen und steht zum Download zur Verfügung:

dekanat-hsm.de/pastoralwerkstatt