Ökumenische Schöpfungszeit und Laudato si  die Umweltenzyklika des Papstes

22. September 2021
Die Sorge für das gemeinsame Haus

Im Jahr 2015 veröffentlichte Papst Franziskus die Enzyklika „Laudato si“, mit der er auf die Verantwortung der Menschen für die Bewahrung der Schöpfung hinweist. Auf Anregung der orthodoxen Kirchen haben die christlichen Kirchen in Deutschland die Zeit vom 01. September bis zum 04. Oktober zur ökumenischen Schöpfungszeit erklärt. Papst Franziskus fügte dem liturgischen Kalender den 01. September als jährlichen Weltgebetstag für die Schöpfung hinzu. Die ACK Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen hat den „Ökumenischen Tag der Schöpfung“ im Jahr 2021 unter das Leitthema „Damit Ströme lebendigen Wassers fließen“ gestellt.

Der christliche Glaube versteht die Welt und das gesamte Universum als Gottes gute Schöpfung. „Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut.“ (Gen 1,31) Papst Franziskus schreibt in seiner Enzyklika, dass die Erde ein Geschenk Gottes an uns ist und ihre Früchte uns allen gehören. Dieses Geschenk sei jedoch mit Verantwortung verbunden. Der Erhalt der Schöpfung und der Schutz der Umwelt seien jedem Menschen aufgetragen.

Die Sorge um „unsere Schwester, Mutter Erde“ ist aktuell größer denn je: Verschmutzung, Klimawandel, Erderwärmung, Wasserknappheit, Verlust der Artenvielfalt sowie soziale Ungerechtigkeit stehen in Widerspruch zur Schöpfungsverantwortung. Die Endlichkeit der natürlichen Ressourcen, die Gott uns anvertraut hat, und damit die Folgen für die gesamte Schöpfung, werden immer spürbarer. Im Hinblick auf den hohen Konsumbedarf und die Verschwendung in unserer Welt, macht das päpstliche Rundschreiben bewusst, dass eine Hinwendung zu schlichteren und nachhaltigeren Lebensformen unumgänglich ist. Papst Franziskus‘ Schrift, ist ein Appell, unser „gemeinsames Haus“ zu beschützen, um auch der Menschheit nach uns einen bewohnbaren Planeten zu hinterlassen.

Der Ökumenische Tag der Schöpfung mit seinem zentralen Motiv des lebendigen Wassers, betont den Auftrag an uns alle, die erhaltenen lebensspendenden Gaben dankbar an die nachfolgenden Generationen weiterzugeben.

Die Deutsche Bischofskonferenz hat die Papstenzyklika Laudato si sowie weitere Schriften zum Thema Schöpfungsverantwortung herausgegeben:

Laudato si

Vom Wert der Vielfalt – Biodiversität als Bewährungsprobe der Schöpfungsverantwortung

Zehn Thesen zum Klimaschutz

Schöpfungsverantwortung als kirchlicher Auftrag

Der bedrohte Boden

 

(Ein Beitrag von: Barbara Rickert)