Hoffnung durch „4G“

6. November 2021
Eslohe
Wort zum Sonntag

„G-Regeln“ sind in aller Munde. 2-G und 3-G sollen vor Ansteckung durch Covid19 schützen. Seine Gesundheit zu erhalten und ein gutes Leben zu führen, danach strebt jeder Mensch. Je mehr Menschen bei der Einhaltung der Regeln mitmachen, desto besser ist es für alle. Ein Geist des Mit- und Aufeinander Achtens erhöht die Lebensqualität von allen Menschen.

 

In diesen Tagen empfangen viele unserer Jugendlichen im Pastoralverbund Schmallenberg-Eslohe das Sakrament der Firmung. Die Firmbewerber und Firmbewerberinnen befinden sich in einem Lebensabschnitt auf der Schwelle zum Erwachsensein. Es ist ein Lebensalter, das zu vielen Entscheidungen herausfordert (Berufswahl, Partnerwahl..) und welches für die Zukunft große Aufgaben  (Bewältigung der Klimakrise,  private Umbrüche im eigenen Lebensfeld, sowie Veränderungen in Kirche und Gesellschaft..) für die jungen Erwachsenen bereit hält. Für diese großen Anforderungen braucht es Kraft und Stärke. Es geht darum, einen Wandel der Zukunft zu gestalten und ihn nicht bloß zu erleiden.

 

Die Jugendlichen werden im Sakrament der Firmung durch die „ Kraft aus der Höhe“, wie der Hl. Geist auch genannt wird, mit mindestens  „4-G“  ausgestattet: „G-stärkt“ durch den Empfang des Hl. Geistes, „G-sendet“ um in Kirche und Welt Gutes zu bewirken, „G-schmeidig“ für den Ruf Gottes in neuen Situationen ihres Lebens, „G-würdigt“ als Gottes geliebtes Geschöpf.

 

Die dritte Person Gottes, der Hl. Geist, steht für den guten Geist, der Leben schafft. Der Hl. Geist ist es, der uns so eng mit Gott vereint, dass wir wie Gläser werden, durch die der Blick auf den einzig Heiligen, nämlich Gott, frei wird. Im festen Glauben an die Gegenwart Gottes, auch in unserer Zeit, schließe ich mich den Wünschen des Apostels Paulus aus dem Epheserbrief an: „Der Gott Jesu Christi, unseres Herrn, der Vater der Herrlichkeit, gebe euch den Geist der Weisheit und Offenbarung, damit ihr ihn erkennt. Er erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr versteht, zu welcher Hoffnung ihr durch ihn berufen seid, welchen Reichtum die Herrlichkeit seines Erbes den Heiligen schenkt.“ (Eph 1,17-18)

 

Ludger Vornholz, Eslohe, Pastor im Pastoralverbund Schmallenberg-Eslohe