„Grenzenlos verbunden“ hat wirksam geholfen

1. Februar 2022
Paderborn
Aktion des Erzbistums Paderborn für Betroffene der Hochwasserkatastrophe mit guter Resonanz abgeschlossen

Paderborn (pdp). Die vom Erzbistum Paderborn ins Leben gerufene Hilfsaktion „Grenzenlos verbunden“ für Betroffene des Hochwassers vom Juli 2021 wird jetzt nach rund sechs Monaten mit gutem Erfolg abgeschlossen. In seinen Bildungshäusern hat die Erzdiözese im vergangenen halben Jahr betroffenen Familien eine kostenfreie Auszeit mit Unterkunft, Verpflegung, Programm und Seelsorge angeboten. „Wir freuen uns über viele persönliche dankbare Rückmeldungen“, sagt Andreas Hölscher als Leiter der Abteilung bilden + tagen im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn. „Wir konnten mit der Aktion vielen Menschen in ihrer absoluten Ausnahmesituation unbürokratisch und konkret helfen.“

Andreas Hölscher ist Leiter der Abteilung bilden + tagen im Erzbischöflichen Generalvikariat und Direktor des Bildungs- und Tagungshauses Liborianum in Paderborn. Foto: Sabrina Voss/Erzbistum Paderborn

Die Aktion „Grenzenlos verbunden“ richtete sich unabhängig vom Wohnort an alle vom Hochwasser Betroffenen. Anmeldung und Buchung waren ohne bürokratische Hürden möglich, auch Nachweise über die Betroffenheit seien „auf Vertrauensbasis gelaufen“, erklärt Hölscher: „Wir wollten schnell helfen. Und wir wollten allen Menschen, die aus einer solchen Ausnahmesituation zu uns kommen, einen Ruheort zum Krafttanken geben, über den sie selber bestimmen konnten.“ Während einige Menschen seelsorgliche Begleitung und Gespräche genutzt hätten, seien andere einfach dankbar gewesen, morgens ohne Sorge und in Ruhe ein Frühstück genießen zu können, veranschaulicht Andreas Hölscher die ganz unterschiedliche Nutzung des Angebotes.

„Danke für eine wunderbare Auszeit!“

Insgesamt haben im Zeitraum der Aktion 75 Personen – Familien oder auch Großeltern mit ihren Enkelkindern – insgesamt 208 Übernachtungen gebucht. Die Gäste in den Bildungshäusern des Erzbistums Paderborn kamen beispielsweise aus den Regionen Rösrath im Bergischen Land, Bad Bodendorf, Overath, Rheinbach, Sundern, Erftstadt-Liblar oder Hellenthal. Zum Jahresende sei die Nachfrage dann zurückgegangen, berichtet Andreas Hölscher: „Das war für uns das Signal, die Hilfsaktion nach sechs erfolgreichen Monaten abzuschließen.“

Das Bildungs- und Exerzitienhaus St. Bonifatius in Winterberg-Elkeringhausen. Foto: Jan Braun

Mehr noch als die Zahlen von Gästen und Übernachtungen sind es die Rückmeldungen, die die positive Bilanz der Aktion „Grenzenlos verbunden“ belegen: „Wir möchten DANKE sagen für eine wunderbare Auszeit, die wir in Ihrem Haus in Winterberg genießen durften. Wir fühlten uns ernst- und angenommen und hatten endlich wieder Zeit für die Familie. Oder wie mein Mann sagte: ‚Ich habe das erste Mal seit sechs Wochen wieder durchschlafen können‘. Grenzenlos verbunden – eine tolle Aktion!“ – So lautete beispielsweise der Dank auf einer Postkarte an das Bildungs- und Exerzitienhaus St. Bonifatius in Winterberg-Elkeringhausen.

Fünf Säulen der Fluthilfe

Unmittelbar nach der Hochwasser-Katastrophe im Juli 2021 hatte das Erzbistum Paderborn finanzielle Hilfen aus einem Fluthilfefonds bereitgestellt. Insgesamt wurde der Fonds bis heute auf 1,2 Millionen Euro für Soforthilfen aufgestockt, welche über die Caritas-Organisationen vor allem in den Hochwassergebieten in Hagen, Iserlohn und Fröndenberg eingesetzt werden. Die Soforthilfen sind eine von insgesamt fünf Säulen der Fluthilfe des Erzbistums Paderborn: Ebenso dazu gehören die Aktion „Grenzenlos verbunden“, die seelsorgliche Begleitung, die Bereitstellung von Räumlichkeiten sowie Hilfen für die Kirchengemeinden beim Wiederaufbau.