Die Sprache der Liebe

29. Januar 2022
Meschede

Sprache (egal ob in Worten, Zeichen oder Gesten) ermöglicht es, untereinander in Kontakt zu kommen. Von einer Sprache war in der zurückliegenden Woche besonders die Rede: der Sprache der Liebe. Sie begegnet uns an diesem Sonntag auch in der Lesung. Der Auszug aus dem Korintherbrief ist nicht zufällig eine beliebte Lesung bei Trauungen. „Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; doch am größten unter ihnen ist die Liebe.“

Wie entlarvend es ist, wenn sich Mitarbeitende der Kirche unter #OutInChurch zu ihrer Liebe, ihrem Sein als homosexuelle, als queere Menschen bekennen, ist offensichtlich. Und wenn wieder einmal in einem Gutachten von Missbrauch, Gewalt und Macht die Rede ist, wird deutlich: zumindest in der „Institution Kirche“ haben wir die Botschaft Jesu nicht verstanden.

Gott nimmt uns an, sagt sein JA zu uns – ohne Wenn und Aber. Seine Liebe grenzt keinen aus. Wie können wir Christen, die wir uns doch als Geliebte wissen, Menschen nicht so annehmen, wie sie sind? Ganz alltäglich: mit ihren Stärken, Begabungen und Fähigkeiten genauso wie mit ihren Schwächen, Fehlern und Macken. Und vor allem: in ihrem Sein.

Sind nicht geöffnete, ausgestreckte Hände das richtige Symbol für unsere Kirche: Du bist willkommen! Wir wollen doch Menschen eine Heimat bieten, ihnen die Botschaft Jesu von Freiheit und Liebe weitergeben. Wann kapieren wir endlich, dass das bei uns beginnen muss?