Die Faszination der Walburga Woche in Wormbach

7. Mai 2022
Schmallenberg
Wort zum Sonntag

Morgen beginnt wieder die Walburga Woche in Wormbach. Eine Wallfahrtswoche, die Menschen, jeglichen Alters, aus nah und fern anzieht. Was macht in der heutigen Zeit die Faszination dieser Wallfahrtswoche aus? Warum stehen Menschen mitten in der Nacht auf und pilgern nach Wormbach? Passt die Walburga Woche noch in die Zeit, in der Menschen scharenweise aus der Kirche austreten, in der über Reformen in der Kirche diskutiert wird, in der immer wieder Nachrichten über Missbrauch in der Kirche auftauchen? Vielleicht gibt uns die Heilige Walburga eine Antwort darauf.

 

Walburga war eine Frau, die der Heilige Bonifatius im 8. Jahrhundert nach Deutschland geholt hat, um das Evangelium zu verkünden. Und das tat sie auch. Sie erzählte den Menschen von Jesus und von Gott. Sie sah die Not und die Krankheiten der Menschen und half, wo sie nur konnte. Als ihr Bruder Wunibald starb, übernahm sie die Leitung des Frauen– und Männerklosters.

 

Walburga: eine Frau verkündet das Evangelium. Eine Frau leitet ein Männer- und Frauenkloster. Eine Frau spendet Menschen Trost und heilt Krankheiten. Eine Frau, die mit den Menschen lebt und sie zu Gott führt. Vielleicht kommen deswegen so viele Menschen nach Wormbach, weil sie eine Lebens – und Glaubensgemeinschaft auf Zeit erleben. Ihre Anliegen und die Anliegen der Gesellschaft werden in Gesprächen, in der Feier der Gottesdienste und im Gebet gemeinsam vor Gott getragen. Und im Augensegen werden sie bestärkt für ihren Alltag.

 

Monika Winzenick, Schmallenberg, Gemeindereferentin im Pastoralverbund Schmallenberg-Eslohe