Wort zum Sonntag

Kraft schöpfen auf neuen Wegen

Monika Winzenick

In unserem weitläufigen Sauerland sind die Wege von besonderer Bedeutung. Weite Wege zur Arbeit, zu Geschäften, zur sozialen Versorgung oder zum Kirchgang. Wir Menschen sind unterwegs, auf Fußwegen, Wanderwegen, Pilgerwegen, Landstraßen, Schnellwegen oder Autobahnen. Viele Wege sind in den letzten Jahren in unserer Region als Wanderwege oder besondere Themenwege (neu) entdeckt worden.

In der kommenden Woche findet der Deutsche Wandertag in Schmallenberg und Winterberg statt. Viele Menschen werden sich auf den Weg machen. Wege gehen, bedeutet immer, dass ich mich aufmache, dass ich aufbreche aus meinen guten, vielleicht auch eingefahrenen Leben. Dass ich neugierig bin und mich auf den Weg einlasse, der mich immer wieder etwas Neues entdecken lässt. Manchmal sind Wege auch beschwerlich. Ich brauche auch immer wieder Pausen, um weiter gehen zu können und letztlich komme ich am Ziel an. Dies ist ein schönes Bild für mein Leben. Wo möchte ich aufbrechen? Wo bin leichtfüßig unterwegs? Und wo ist mein Leben mühsam, wie ein steiler Anstieg? Wo finde ich Pausen, um neue Kraft zu bekommen? Welche Menschen begleiten mich auf meinem Weg? Welches Ziel habe ich vor Augen? Wo möchte ich ankommen?

Der Widerstandskämpfer Pater Alfred Delp hat einmal gesagt: „Ich heiße euch hoffen und wandern“.

Die Christliche Wegbegleitung lädt Sie im Spirituellen Zentrum in der Lichter– und Zuspruchskirche dazu ein, während des Deutschen Wandertages, Pausen einzulegen, um über Ihr Leben nachzudenken, neue Kraft zu schöpfen, sich etwas zusprechen zu lassen, um dann weiter zu gehen, Ihrem persönlichen Ziel entgegen.

Monika Winzenick, Gemeindereferentin im Pastoralverbund Schmallenberg-Eslohe